ICS. Internationales Congresscenter Stuttgart

Die Gewinner 2018 stehen fest!

Unternehmenskooperation: Auf Nummer sicher bei Stent-Operationen
Stent-Einsätze im Herzkatheterlabor gehören zu den Routine-Eingriffen. Voraussetzung ist allerdings, dass der gerade benötigte Stent verfügbar ist. Die Charité-Universitätsmedizin Berlin geht hier zusammen mit Cardinal Health Germany auf Nummer sicher: durch Präzision in der Materiallogistik. Die Projektpartner setzen dazu auf RFID-Technologien und GS1 Standards. Um eine stets aktuelle Transparenz über den kompletten Lagerbestand zu schaffen, werden GS1 Barcodes mit RFID-Tags verknüpft. So erhält jedes Produkt eine eindeutige Kennung. Die Vorteile, allen voran eine optimierte Patientenversorgung, sind vielfältig: Zum einen besteht dank Echtzeiterfassung und permanenter, automatischer Inventur jederzeit und von jedem Ort Transparenz über das vorhandene Material, auch über die richtigen Größen für Notfälle oder besondere Prozeduren. Zum anderen lassen sich per automatischer Warnmeldungen und Berichte Produktrückrufe steuern sowie der Verfall von Waren minimieren. So konnte die Charité bereits in den ersten sechs Monaten den Verfall von Waren im fünfstelligen Wert vermeiden. Diesen Erfolg ehrt GS1 Germany in der Kategorie Unternehmenskooperation mit dem GS1 Healthcare Award 2018.

Einzelunternehmen: Lückenlose Nachverfolgbarkeit und vollständige Digitalisierung
In der Kategorie Einzelunternehmen geht der diesjährige GS1 Healthcare Award für Industriepartner an Johnson & Johnson Medical sowie für medizinische Leistungserbringer an das Universitätsklinikum Düsseldorf.
Mit der Produktion von sterilen chirurgischen Verbandsstoffen legen der US-Amerikaner Robert Wood Johnson und seine Brüder Mitte des 19. Jahrhunderts den Grundstein für das Healthcare-Unternehmen Johnson & Johnson. Auch heute noch lauten die Ziele des globalen Herstellers von Medizinprodukten: lebensrettende Therapien und lückenlose Nachverfolgbarkeit im Interesse der Patientensicherheit. Seit vielen Jahren setzt Johnson & Johnson deshalb auf globale GS1 Standards und hat diese in seiner globalen Compliance-Strategie verankert. Das Supply Chain Management in Deutschland ist in puncto Gewährleistung der Authentizität und Sicherheit der Medikamente richtungsweisend: Die digitale Nachverfolgbarkeit und mit ihr die digitale Standardisierung von Prozessen spielen auf allen Ebenen eine entscheidende Rolle. Prozesse effektiv, fristgerecht und gleichzeitig mit dem höchsten Maß an Qualität sowie Sicherheit für den Patienten zu gestalten – dieses Engagement von Johnson & Johnson hat die Jury des GS1 Healthcare Award überzeugt.

Das Universitätsklinikum Düsseldorf und seine rund 8.000 Mitarbeiter kümmern sich jährlich um mehr als 320.000 Patienten. Dafür werden 1.150 unterschiedliche Verbrauchsmaterialien benötigt, soviel wie über 30 LKW-Ladungen täglich. Als eines der wichtigsten medizinischen Zentren der Region und größter Anbieter stationärer wie ambulanter Leistungen in Düsseldorf investiert das Universitätsklinikum seit Jahren in Lösungen für eine effizientere Kundenorientierung. Für ein Mehr an Patientensicherheit werden neue Technologien eingesetzt. Ziel ist die vollständige Digitalisierung aller wichtigen Prozesse im Haus. Viel Energie fließt zum Beispiel in die Automatisierung von Lagerprozessen, nicht zuletzt auf Basis von GS1 Standards. Von der elektronischen Materiallogistik bis hin zur digitalen Patienten-Akte – die Vernetzung sämtlicher zur Verfügung stehenden Daten bringt immense Vorteile. Vereinfachte Prozesse, einheitliche Systeme und qualitätsbezogene Daten – die Jury des GS1 Healthcare Award lobt den ganzheitlichen Ansatz des Universitätsklinikums Düsseldorf.

Unternehmenspersönlichkeit: Grenzenloser Einsatz
Unermüdlich setzt sich Hajo Reißmann vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) für effektive Prozesse zum Wohle der Patienten auf Basis der GS1 Standards ein. Sein Engagement reicht über die Landesgrenzen hinaus. Beispiele dafür sind die Mitgliedschaft des UKSH im globalen GS1 Healthcare Gremium sowie die Anbindung des UKSH an das internationale Netzwerk von Datenpools (GDSN). Der gelernte Anästhesiologe leitet in dem Klinikum die Stabstelle „Medizinischer Sachbedarf“ und wirkt seit über zehn Jahren bei GS1 in verschiedenen nationalen und internationalen Gremien mit. Dazu gehört seit Juli 2018 das Global Healthcare Leadership Team, ein Zusammenschluss von führenden Experten für die Standardisierung im Gesundheitswesen. Hajo Reißmann treibt zudem als Referent im Lehrgang Data Quality Manager Healthcare die Weiterbildung voran. Für seinen beispielhaften Einsatz und seine Verdienste ehrt GS1 Germany Hajo Reißmann als Unternehmenspersönlichkeit mit dem GS1 Healthcare Award 2018.